Leseliste Q4/2015

Literatur-, Web- und Pressefunde

gefunden im 4. Quartal 2015:

  • „Wir sind gestört. Zur Lage der Designer in Deutschland.“ von Christian Büning, derzeit Präsident des BDG, Berufsverband der Deutschen Kommunikationsdesigner e.V.. Zitat aus dem Artikel:
    Dazu [zur Verbesserung der Branche Anm. d.R.] braucht es eine Ausbildung durch Praktiker und ein fundiertes Studium generale. Dazu braucht es eine kaufmännische Ausbildung und eine frühzeitige Reflexion der eigenen Relevanz.“
    >> Artikel auf designmadeingermany.de
  • Wir hatten in der Leseliste Q3/2015 bereits die Diskussion über den intellektuellen Anspruch von Professoren der ZEIT gelinkt. Nun, quasi zum Abschluss, fragt Manuel J. Hartung: „Was tut ihr, Hochschulen? Zwei Monate lang diskutierten wir über das Schweigen der Professoren. Am Ende der Debatte hätten wir da ein paar Fragen – an die Unis.“
  • „Verlaufen im Orchideenfächer-Dschungel“ kurzer Artikel über den Trend der Hochschulen, immer spezialisiertere (BA-) Studiengänge zu gründen.
    >> Artikel auf sueddeutsche.de
  • „Berufungspraxis bei Juniorprofessuren in Deutschland 2005-2013“ von Moritz Schularick, Jule Specht und Sibylle Baumbach u.a.; Studie der AG Wissenschaftspolitik der Jungen Akademie; Oktober 2015
    „Angesichts aktueller Vorschläge, die Juniorprofessur als einen „Standardweg“ zur Lebenszeitprofessur zu etablieren, untersucht die Studie der Jungen Akademie systematisch Ausgestaltung und Besetzung von Juniorprofessuren an deutschen Universitäten seit der Einrichtung dieser Stellenkategorie im Jahr 2002.“
    >> Download der Studie von der Website Die Junge Akademie
  • „Personalstruktur als Schlüssel zu leistungsfähigeren Universitäten“ von Cornelis Menke, Moritz Schularick, Sibylle Baumbach, Robert Wolf u.a.; Positionspapier der AG Wissenschaftspolitik: Nach der Exzellenzinitiative der Jungen Akademie; November 2013
    „Das von 30 Mitgliedern und Alumni der Jungen Akademie unterzeichnete Positionspapier identifiziert drei Schwächen als Kernprobleme des derzeitigen Systems: zum einen die geringe Attraktivität universitärer Stellen und Karrierewege, insbesondere im internationalen Vergleich, zum zweiten mangelnde Dynamik und Innovationskraft der Forschung und schließlich unzureichende Strukturen für die Aufnahme einer dauerhaft hohen Zahl von StudentInnen.“
    >> Download des Positionspapiers von der Website Die Junge Akademie
  • „Sind Profs schlechte Lehrer? Von der Schule lernen.“ Ein Gespräch mit dem Bildungsforscher Manfred Prenzel, geführt von Thomas Kerstin und Martin Spiewak.
    „Mit dem Begriff Verschulung werden Verbesserungen in der Lehre gern miesgemacht. Als sei die Schule von heute noch die Paukschule von ganz früher. Für mich ist das schlicht eine Frage der Ziele. Die Lehre hat genau wie der Unterricht das Ziel, die Wahrscheinlichkeit, etwas zu lernen, deutlich zu erhöhen – im Vergleich zu jemandem, der allein vor sich hin lernt. Daran muss sich die Lehre messen lassen. Und da kann die Hochschule selbstverständlich auch von gutem Unterricht an der Schule lernen.“
    Aus DIE ZEIT, 22.10.2015
    >> Artikel auf academics.de
  • „Design Thinking dauert vier Jahre“ Artikel von Christiane Pütter über die Studie „Parts without a whole – The Current State of Design Thinking Practice in Organizations“ des Hasso Plattner Instituts
    Es geht unter anderem darum, wann in der beruflichen Weiterbildung eine Methode in der Praxis wirkungsvoll eingesetzt wird.
    >> Artikel auf computerwoche.de
    Die Studie kann auch hier downgeloadet werden:
    >> Download der Studie von der Site thisisdesignthinking.net
  • „Produktmanager Mind-Set“ von Daniel Neubürger auf der Site produktbezogen: der Blog für Produktmanagement und user Experience Design
    Der Artikel macht deutlich, wie sich die produktzentrierte Herangehensweise von der heute dominanten projektzentrierten Herangehensweise unterscheidet.
    >> Artikel auf produktbezogen.de
  • „Steile These, runder Artikel: Wie Wissenschaft verständlich wird“ von Wolfgang Goethe, erschienen in der duz Deutschen Universitätszeitung 10/2015 (später unter einem anderen Titel auch auf SpiegelOnline).
    Der Artikel legt kurz und knapp dar, wie Wissenschaftler, wenn sie denn Artikel schreiben wollen beachten sollten. Sicher auch für Designlehrende interessant, sollten sie ihre Erfahrungen und Ergebnisse medial verbreiten wollen.
    >> Artikel auf duz.de
  • “ ‚Es muss einen Ausgleich geben‘: Urheberrecht“ von Thomas E. Schmidt, Der Bund reformiert das Urheberrecht. Was ändert sich für Autoren? Ein Gespräch mit Bundesjustizminister Heiko Maas. Erschienen in DIE ZEIT Nr. 46/2015 und auf ZeitOnline am 29. November 2015
    Urheberrecht ist nicht sexy, auch nicht in der Lehre. Für Designdidaktiker aber ist die Gesetzesnovelle von doppelter Bedeutung, nicht nur für die Vermittlung für angehende Kreative, sondern:
    „Maas: Neben dem Urhebervertragsrecht wollen wir das Recht für die Verwertungsgesellschaften neu ordnen und – dritter wichtiger Punkt – auch die Schranken für Bildung und Wissenschaft. […] Das Ganze soll nicht einfach umsonst sein.
    Wir dürfen gespannt sein, wer der Kreativenvertreter mischt sich ein und vertritt die Interessen der Lehrenden?
    >> Artikel auf ZeitOnline
  • Neu gelesen und frappierend aktuell: „Mit dem Latein am Ende: Spiegel-Serie über Krise und Zukunft der deutschen Hochschulen“ erschienen als Serie im Jahr 1969 in ca. 20 Teilen. Zum Thema Design gab es zwar keinen Artikel, aber sowohl die Übersichtsartikel, als auch der Beitrag zur Architektur ist lesenswert. Es geht nicht um Antworten, sondern um die Beschreibung der Probleme (Vereinzelung, Lehrer, die ihre eigene Biografie Wiederkäuen, kein Austausch über die Lehre …) , die falschen Lösungsversuche (mehr Geld, mehr Personal, mehr Raum … ) und die sinnvollen Ansätze („Austausch, Reflexion des Berufsbildes, Lehrerfortbildung …)
    >> Mit dem Latein am Ende: SPIEGEL-Serie über Krise und Zukunft der deutschen Hochschulen, Startartikel der Serie vom 23.6.1969 auf spiegel.de
    >> Mit dem Latein am Ende: Spiegel-Serie über Krise und Zukunft der deutschen Hochschulen (Architekten) vom 8.9.1969 auf spiegel.de
    >> Für grosse Reformen ist eine Utopie nötig: Stellungnahmen zur SPIEGEL-Serie über die deutschen Hochschulen vom 17.11.1969 auf spiegel.de
Philip Zerweck

Philip Zerweck

Autor, Produktentwickler, Designlehrer und Designwissenschaftler

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